20 Jahre Rucksack-Programme in Essen - Über Stadtteilmütter und ihre bedeutende Arbeit für Integration

Das Rucksack-Projekt steht für Sprachförderung und Elternbildung. Eine Stadtteilmutter bringt Eltern verschiedener Kulturen im Kindergarten zusammen. Der rege Austausch und die verschiedenen Angebote werden auch von unseren Eltern gerne genutzt.

Vor mehr als 20 Jahren wurde das „Rucksack-Projekt“ in Essen gegründet, bei dem Frauen die Aufgabe übernahmen, zwischen Eltern mit und ohne Migrationshintergrund und Kindertageseinrichtungen zu vermitteln, so dass in vielen Kindertagesstätten die Arbeit der „Stadtteilmütter“ nicht mehr wegzudenken ist. Die Ziele dieses Projekts sind u.a. Förderung der Sprachfähigkeiten von Kindern und Eltern, Ermutigung und Sensibilisierung der Eltern, ihre Erziehungsverantwortung aktiv wahrzunehmen, Förderung der Kommunikation und Interaktion zwischen Eltern und Kindern, Stärkung des Selbstbewusstseins der Eltern im Umgang mit den Kitas aber auch ihre neue Umgebung.

In unserer Kita Fröbel Kindervilla betreut Frau Al Busi dieses Projekt und ist ``die Stadtteilmutter in unserer Einrichtung``. Frau Al Busi hat selbst einen Migrationshintergrund, stammt aus dem Jemen und lebt seit 2002 in Deutschland. Sie ist Mutter von drei Kindern. In Ihrer Heimat hat sie Pädagogik studiert. Frau Al Busi ist bewusst, dass insbesondere in der Corona-Zeit die Stadtteilmutter eine wichtige Rolle spielen kann, trotz der durch die Krise bedingten sozialen Einschränkungen. Sie nutzte die Möglichkeiten der digitalen Welt und setzte ihre Tätigkeit als Stadtteilmutter fort. Dabei hat sie die volle Unterstützung des Kita-Teams. Die Reaktion vieler Mütter waren hervorragend, sodass die Ideen von Frau Al Busi den Eltern neue Impulse gegeben und ihnen bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit den Kindern in der Coronazeit helfen.